Hanseaten – Besser spät als nie

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Es ist wirklich lange her, dass Herr B. das erste Mal Kuchen für die Kollegen mit auf die Arbeit gebracht hat. Aber bei einem dieser ersten Male äußerte eine seiner Kolleginnen den Wunsch nach Hanseaten… und hakte seitdem kontinuierlich nach, wo denn die Hanseaten blieben.
Tja, zu meiner Schande muss ich gestehen: ich hatte noch NIE einen Hanseaten gegessen. Zwar wusste ich, dass es sich dabei nicht um wahlweise Einwohner aus Hamburg, Bremen, Rostock oder anderen Hansestädten handelt, aber wie das ganze schmecken soll. Ich hatte keine Ahnung. Deshalb habe ich mich wahrscheinlich auch so lange davor gedrückt.

ABER letztes Wochenende war es dann soweit. Die Plätzchenformen gezückt ging es los den gut gekühlten Mürbeteig auszustechen und Blechweise im Ofen zu verarbeiten. Da ich die Hanseaten beim Bäcker immer sehr groß finde, hab ich mich für die halbe Größe entschiedene und Ausstecher von ca 4cm genutzt. Eigentlich ist das ganze dann eine recht simple Angelegenheit. Die gebackenen Mürbeteigrohlinge dann mit erwärmten Johannisbeergelee zusammenkleben und dann noch Zuckerguss. Wie ich gelernt habe sind Hanseaten immer rot-weiß, um die Farben der Hanse zu symbolisieren. Ein einfaches Verrühren von Johannisbeergelee mit weißem Zuckerguss gibt aber eher ein ausgeblichenes rosa, deshalb hab ich mich für ein bißchen Lebensmittelfarbe entschieden (Pastenfarbe, alles andere zerstört die Konsistenz vom Zuckerguss).

Ich bin raus aus der Bringschuld der Hanseaten, die Kollegen waren seelig und ich bin gespannt, mit welchen Vorschlägen Herr B. als nächstes nach Hause kommt. Hanseaten finde ich jedenfalls super, auch wenn ich sie von allein wohl niemals gebacken hätte 🙂

Ihr braucht für ca. 20 Mini-Hanseaten nach diesem Rezept:

300 Gramm Mehl
1 TL Backpulver
150 gr Butter
125 gr Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
gut 100 gr Puderzucker
100-150 gr Johannisbeergelee

1. Aus den Zutaten (abgesehen von Puderzucker und Johannisbeergelee) einen Mürbeteig herstellen, in Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

2. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (ca. 5 mm) und dann insgesamt 40 Kreise ausstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 10 Minute backen. Die Kekse gehen nicht stark auseinander, auf ein Standardbackblech kann man gut 12 Kekse auf einmal legen.

3. Sind die Kekse ausgekühlt das Johannisbeergelee leicht erhitzen (nicht zu stark, dann wirds zu flüssig und läuft von den Keksen). Einen Keks mit einem gutem TL Gelee bestreichen und einen zweiten Keks mit sanften Druck aufsetzen. So mit alles Kekspäärchen verfahren.

4. Aus dem Puderzucker und wenig Wasser einen Zuckerguss rühren. Wirklich wenig Wasser ihr braucht eine ziemlich zähflüssige Konsistenz für den Zuckerguss. Dann die Oberfläche jedes Päärchens zur Hälfte mit hellem Zuckerguss bestreichen. Ich hab das mit einem Zahstocher gemacht, so ließ sich der Guss am Besten verteilen. In den übrigen Guss dann je nach Belieben nur einen TL Johannisbeergelee oder eben noch etwas Lebensmittelfarbe hinzugeben und die jeweils andere Kekshälfte damit bestreichen.

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Veröffentlicht in Kekse

2 Kommentare zu “Hanseaten – Besser spät als nie

  1. Vielen lieben Dank für das umsetzen meiner Idee, die Hanesaten waren ein Traum 🙂 Werde Sie demnächst einfach mal nachbacken für meine Kids…

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